Überarbeitung der ISO 19011 [update 07.09.2017]

Austrian Standards Institute legte mit 01. September 2017 den Entwurf der ISO/DIS 19011:2017 (Leitfaden zur Auditierung von Managementsystemen) als europäisches Normungsdokument der Öffentlichkeit zur Information und Stellungnahme als ÖNORM-Entwurf vor.

Der Entwurf wurde vom Projekt Komitee ISO/PC 302 „Guidelines for auditing management systems“ erarbeitet und wird die ISO 19011:2011 ersetzen.

Alter Wein in neuen Schläuchen? Nein!
Der Fokus auf 1st und 2nd Party Audits bleibt im vorliegenden Entwurf auf jeden Fall erhalten; 3rd Party Audits sind in der ISO/IEC 17021-1:2015 geregelt. Auch Auditprinzipien, Struktur und wesentliche Inhalte bleiben nach derzeitigem Stand weitgehend erhalten.

Jedoch sind seit der Herausgabe der zweiten Ausgabe der ISO 19011 im Jahre 2011 eine Vielzahl neuer Managementsystem-Normen veröffentlicht worden. Die gemeinsame Struktur („HLS“; siehe auch: Normenwissen kompakt: High Level Structure), identische Kernanforderungen wie z.B. Kontext oder risikobasierter Ansatz haben dazu geführt, dass das Auditieren von Managementsystemen aus einem erweiterten Blickwinkel gesehen werden muss.

Auch die Berücksichtigung des Kontexts der Organisation, welcher den Grad der Risiken und Chancen bestimmt und auf welchen sich das Auditprogramm stützen soll, ist eine weitere Annäherung an die aktuellen Erfordernisse von Managementsystemen.

 

Nächstes Update folgt…

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Dipl.-Ing. Harald Staska

Dipl.-Ing. Harald Staska

Gründer & Geschäftsleitung von C.O.M.E.S; Berater, Trainer und Auditor,
Delegierter im technischen Komitee ISO/TC 176/SC 2 (Anm.: ISO 9001), Delegierter im Projekt Komitee ISO/PC 302 (Anm.: ISO 19011) sowie Experte von Austrian Standards International im Komitee 129 – Qualitätsmanagementsysteme.

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