ISO 19011:2018 – Die Neuerungen kompakt (Teil 1)

Immer wieder werde ich von Qualitätsmanagern und manchmal auch internen Auditoren (!) gefragt, wer denn eigentlich die ISO 19011 ‚Leitfaden zur Auditierung von Managementsystemen‘ braucht und ob es Sinn macht, sich damit auseinanderzusetzen.
Dies habe ich zum Anlass genommen, diese Fragen in „homöopathischen“ Dosen schrittweise zu erläutern.

Teil 1: Die Entstehung des revisionierten Leitfadens
Der Internationale Standard ISO 19011 wurde im Projektkomitee 302 „Guidelines for auditing management systems“ der Internationalen Organisation für Normung ISO in einem offenen, transparenten, auf Konsens ausgerichteten Prozess mit unterschiedlichen Stakeholdern entwickelt:

  • Teilnahme von Fachleuten aus 54 Ländern aktiv oder als Beobachter
  • In Österreich übernahm das Komitee 129 „Qualitätsmanagementsysteme“ von Austrian Standards International die nationale Begleitung
  • Dazu zählte z.B. die Koordination der Anliegen aus anderen relevanten Komitees oder aus dem öffentlichen Stellungnahmeverfahren sowie die direkte Teilnahme der österreichischen Delegierten:
    – Dipl.-Ing. Mario Lenitz
    – Dipl.-Ing. Harald Staska

Unter dem Vienna Agreement erhielt ISO 19011 auch den Status einer Europäischen Norm (EN ISO 19011) und wird damit in die nationalen Normenwerke der 34 CEN-Mitglieder (= nationale Normungsinstitute) unverändert übernommen, z.B. in Österreich als ÖNORM EN ISO 19011.

Teil 2 folgt …

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Dipl.-Ing. Harald Staska

Dipl.-Ing. Harald Staska

Gründer & Geschäftsleitung von C.O.M.E.S; Berater, Trainer und Auditor,
Delegierter im technischen Komitee ISO/TC 176/SC 2 (Anm.: ISO 9001), Experte von Austrian Standards International im Komitee 129 – Qualitätsmanagementsysteme sowie Mitglied der Arbeitsgruppe 252.07 „Risikomanagement“.

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